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Das 1,5-geschossige Haus: viel Haus unterm Satteldach

Erdgeschoss plus ausgebautes Dach: der wirtschaftlichste Weg zum Familienhaus, und oft der einzige, den der Bebauungsplan erlaubt. Alles über Kniestock, Kosten und Planung.

Das 1,5-geschossige Haus: der Klassiker unter dem Satteldach

Erdgeschoss plus ausgebautes Dachgeschoss mit Drempel: Das anderthalbgeschossige Haus ist die traditionellste Form des Einfamilienhauses, kompakter als die Stadtvilla, gemütlicher als der Kubus, und oft die einzige Form, die ein Bebauungsplan überhaupt zulässt. Denn viele B-Pläne in Brandenburg und am Berliner Stadtrand schreiben Eingeschossigkeit fest, und dann entscheidet die Konstruktion des Dachgeschosses darüber, wie viel Haus Sie trotzdem bekommen.

Der Kniestock: die wichtigste Zahl im ganzen Haus

Der Kniestock, auch Drempel genannt, ist die Höhe der Außenwand im Dachgeschoss, gemessen von der Decke bis zum Beginn der Dachschräge. Er entscheidet fast im Alleingang, wie nutzbar das Obergeschoss wird:

Schemazeichnung: zwei Hausquerschnitte mit gleicher Grundfläche und Dachneigung, links Kniestock 1,00 Meter mit etwa halber nutzbarer Dachgeschossfläche, rechts Kniestock 2,00 Meter mit nahezu vollständig nutzbarer Fläche
Gleiche Grundfläche, gleiche Dachneigung, anderer Kniestock: links geht rund die Hälfte der Fläche an die Schräge verloren, rechts fast nichts.

Dazu kommt die Rechenfrage: Flächen unter Schrägen zählen bei der Wohnflächenberechnung nur anteilig, unter einem Meter Höhe gar nicht, zwischen einem und zwei Metern zur Hälfte. Ein niedriger Kniestock kostet also doppelt, nutzbaren Platz und anrechenbare Wohnfläche. Und die dritte Ebene: ob das Dachgeschoss als Vollgeschoss zählt, hängt von Landesbauordnung, Kniestock und Dachneigung ab. Wo der B-Plan nur ein Vollgeschoss erlaubt, wird genau diese Rechnung zur Entwurfsaufgabe: so viel Kniestock wie möglich, ohne dass das Dachgeschoss rechtlich zum zweiten Geschoss wird. Das ist Millimeterarbeit am konkreten B-Plan, und genau dafür sind wir da.

Was das 1,5-geschossige Haus kostet

Unter den Haustypen ist es meist der wirtschaftlichste: kompakte Hülle, einfaches Satteldach, keine gemauerte Attika, keine doppelte Bodenplatte. Im Rahmen von 2.500 bis 3.800 Euro pro Quadratmeter liegt es tendenziell im unteren bis mittleren Bereich. Für 120 bis 150 Quadratmeter sind je nach Kniestock und Ausstattung etwa 340.000 bis 480.000 Euro plus Grundstück realistisch. Ein hoher Kniestock kostet beim Bau wenig Mehrpreis, bringt aber überproportional viel Wohnwert, das ist regelmäßig das beste Preis-Leistungs-Detail am ganzen Haus.

Für wen sich 1,5 Geschosse lohnen

Für Grundstücke, deren B-Plan nur ein Vollgeschoss erlaubt, ist es oft der einzige Weg zu einem vollwertigen Familienhaus. Für alle anderen ist es die gemütliche Alternative zur Stadtvilla: Kinderzimmer mit Schrägen und Charakter, klassische Ansicht, geringere Baukosten. Wer dagegen in jedem Raum volle Kopfhöhe will, fährt mit zwei Vollgeschossen besser, den Vergleich zeigen unsere Entwürfe Stadtvilla und Einfamilienhaus.

Der Weg zu Ihrem Haus

Wie immer bei uns: sechs Stufen mit festen Preisen, vom kostenlosen Erstgespräch über den Standortcheck mit B-Plan-Prüfung bis zur Baugenehmigung, jede Stufe voll angerechnet. Details auf Pakete und Preise. Geplant wird als KfW-Effizienzhaus 55 oder 40, gebaut auf Wunsch schlüsselfertig durch die Mister Hausbau GmbH.

Häufige Fragen

1,5-geschossig bauen kompakt beantwortet.

Ein Haus mit vollem Erdgeschoss und ausgebautem Dachgeschoss, dessen Außenwände im Obergeschoss nur teilhoch sind (Kniestock oder Drempel), darüber beginnt die Dachschräge. Es wirkt von außen eingeschossig mit Dach und bietet innen dennoch zwei Wohnebenen, deshalb ist es die typische Lösung, wo der Bebauungsplan nur ein Vollgeschoss erlaubt.
So hoch, wie der Bebauungsplan es zulässt. Unter einem Meter Höhe zählt die Fläche bei der Wohnflächenberechnung gar nicht, zwischen einem und zwei Metern nur zur Hälfte. Ein Kniestock ab etwa 1,50 Metern macht das Dachgeschoss gut möblierbar, ab 2 Metern nahezu vollwertig. Die Grenze setzt meist die Vollgeschoss-Regel des B-Plans, das rechnen wir am konkreten Grundstück durch.
Es ist meist der wirtschaftlichste Haustyp: kompakte Hülle, einfaches Satteldach. Für 120 bis 150 Quadratmeter sind je nach Kniestock und Ausstattung etwa 340.000 bis 480.000 Euro plus Grundstück und Nebenkosten realistisch. Die belastbare Zahl liefert die Entwurfsplanung mit Kostencheck, ab 7.900 Euro, voll anrechenbar.
Das hängt von der Landesbauordnung sowie von Kniestock und Dachneigung ab und ist genau die Stellschraube, an der wir planen: möglichst viel nutzbare Höhe, ohne dass das Dachgeschoss rechtlich zum zweiten Vollgeschoss wird, wenn der B-Plan nur eines erlaubt. Diese Prüfung gehört bei uns zum Standortcheck und zur Entwurfsplanung.
Das Satteldach ist der natürliche Partner des anderthalbgeschossigen Hauses: günstig, robust, überall genehmigungsfähig und ideal für Photovoltaik nach Süden oder Ost-West. Krüppelwalm und Zwerchgiebel sind mögliche Varianten, wenn der B-Plan sie zulässt, auch das prüfen wir vor dem Entwurf.

Klären wir es in 45 Minuten.

Kostenlos, unverbindlich, mit ehrlicher Einschätzung zu Grundstück, Bebauungsplan und Budget.