Fassade: WDVS, Klinker, Putz und Holz im Vergleich
WDVS (Wärmedämmverbundsystem)
Das WDVS (auch „Styroporfassade") ist das meistverbreitete Fassadensystem in Deutschland. Aufbau: Mineralwolle oder EPS wird auf die Wand geklebt und gedübelt, verputzt und gestrichen. Vorteil: günstig, hoher Dämmwert. Nachteil: Renovierungen erfordern aufwendige Reparaturen; Algenbewuchs bei schlechter Ausführung; Brandschutzanforderungen bei > 7 m Gebäudehöhe.
Klinker
Vormauerziegel sind langlebig (100+ Jahre), wartungsarm und robust. Zweischalig (Hintermauerwerk + Luftschicht + Klinker) oder als vorgehängte Klinkerriemchen. Kosten: 80–150 €/m² Mehrkosten gegenüber WDVS. In vielen Berliner Lagen stilgerecht und wertbeständig.
Holzfassade
Naturbelassenes oder modifiziertes Holz (Lärche, Douglasie, Thermoholz) ist ökologisch, optisch anspruchsvoll und langlebig bei richtiger Ausführung. Wartungsintervall alle 5–10 Jahre (Ölung, Kontrolle). Hinterlüftetes System als beste Variante (Schlagregen-Robustheit).
Putzfassade
Mineralputz oder Silikonharzputz auf Massivwand. Günstig, viele Gestaltungsmöglichkeiten. Rissanfällig an Ecken und Anschlüssen – Qualität der Ausführung entscheidend.

