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KonstruktionGestaltungEnergie

Fassade: WDVS, Klinker, Putz und Holz im Vergleich

Thorsten Richter – Inhaber Planungsbüro Richter Berlin, Hausbau-Experte
Thorsten Richter
Dipl.-Betriebswirt · Planungsbüro Richter, Berlin
Planungsbüro Richter plant Fassadenkonzepte unter Berücksichtigung von Wärmeschutz, Gestaltung und Budget.

WDVS (Wärmedämmverbundsystem)

Das WDVS (auch „Styroporfassade") ist das meistverbreitete Fassadensystem in Deutschland. Aufbau: Mineralwolle oder EPS wird auf die Wand geklebt und gedübelt, verputzt und gestrichen. Vorteil: günstig, hoher Dämmwert. Nachteil: Renovierungen erfordern aufwendige Reparaturen; Algenbewuchs bei schlechter Ausführung; Brandschutzanforderungen bei > 7 m Gebäudehöhe.

Klinker

Vormauerziegel sind langlebig (100+ Jahre), wartungsarm und robust. Zweischalig (Hintermauerwerk + Luftschicht + Klinker) oder als vorgehängte Klinkerriemchen. Kosten: 80–150 €/m² Mehrkosten gegenüber WDVS. In vielen Berliner Lagen stilgerecht und wertbeständig.

Holzfassade

Naturbelassenes oder modifiziertes Holz (Lärche, Douglasie, Thermoholz) ist ökologisch, optisch anspruchsvoll und langlebig bei richtiger Ausführung. Wartungsintervall alle 5–10 Jahre (Ölung, Kontrolle). Hinterlüftetes System als beste Variante (Schlagregen-Robustheit).

Putzfassade

Mineralputz oder Silikonharzputz auf Massivwand. Günstig, viele Gestaltungsmöglichkeiten. Rissanfällig an Ecken und Anschlüssen – Qualität der Ausführung entscheidend.

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