BIM – Building Information Modeling
Digitale Planung für den Wohnungsbau
BIM (Building Information Modeling) ist die digitale Planungsmethode, bei der alle Gebäudedaten in einem vernetzten 3D-Modell zusammengeführt werden. Es verändert die Bauplanung grundlegend.
Was ist BIM?
BIM ist kein Programm, sondern eine Methode. Das Gebäude wird als digitales Informationsmodell abgebildet – Geometrie, Material, Kosten, Termine und technische Eigenschaften in einem Datensatz. Alle Planungsbeteiligten (Architekt, Tragwerk, TGA) arbeiten am selben Modell.
BIM-Dimensionen
3D: Geometrie. 4D: + Zeit (Bauablaufplanung, Terminplanung). 5D: + Kosten (Mengenermittlung, Kalkulation). 6D: + Nachhaltigkeit (Energieanalyse, LCA). 7D: + Facility Management (Betriebsdaten, Wartungsintervalle).
Vorteile
Kollisionserkennung vor Baubeginn (TGA-Leitungen vs. Tragwerk → verhindert Nachträge auf der Baustelle), konsistente Planungsunterlagen, automatische Mengenermittlung, einfache Planungsänderungen, Grundlage für digitales Gebäudemanagement.
Software
Revit (Autodesk), ArchiCAD (Graphisoft), Vectorworks, Allplan (Nemetschek). IFC (Industry Foundation Classes) als offenes Austauschformat zwischen Programmen. LOD (Level of Development): LOD 100–500, beschreibt Detaillierungsgrad des Modells.
BIM in Deutschland
Seit 2021 für öffentliche Infrastrukturprojekte (BMVI-Erlass) verpflichtend empfohlen. Im privaten Wohnungsbau noch nicht Standard, aber zunehmend für größere Projekte genutzt. Stufenplan BIM des BMWSB.

