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StartWiki › Ytong / Porenbeton
PorenbetonMauerwerkDämmung

Ytong und Porenbeton – Baustoff im Detail

Eigenschaften, Verarbeitung und Einsatzbereiche

Thorsten Richter – Inhaber Planungsbüro Richter Berlin, Hausbau-Experte
Thorsten Richter
Dipl.-Betriebswirt · Planungsbüro Richter, Berlin
Planungsbüro Richter berät zur optimalen Wandkonstruktion – monolithisch oder mehrschalig – auf Basis von U-Wert und Schallschutzanforderung.

Porenbeton (Markenname Ytong, Hebel, Xella) ist ein dampfgehärteter Leichtbeton mit hervorragenden Dämmeigenschaften und einfacher Verarbeitbarkeit. Er ist eine der meistgenutzten Mauerwerksbaustoffe im deutschen EFH-Bau.

Herstellung und Eigenschaften

Sand, Zement, Kalk, Wasser und Aluminiumstaub werden gemischt → Wasserstoffblasen erzeugen poröse Struktur → Dampfhärtung (Autoklav). Ergebnis: Rohdichte 300–700 kg/m³ (sehr leicht), Wärmeleitfähigkeit λ = 0,07–0,21 W/(mK), Druckfestigkeit 2–8 N/mm².

Wärmeschutz

Monolithisches Mauerwerk aus Porenbeton PP2-0,35 (λ = 0,09 W/mK): 36,5 cm Wandstärke → U-Wert ca. 0,23 W/(m²K). Mit 24 cm + 12 cm Dämmputz: U ≈ 0,15 W/(m²K). GEG-Anforderung Neubau: U ≤ 0,24 W/(m²K) für Außenwände. Monolithisches Bauen ohne zusätzliche Dämmebene möglich.

Vorteile

Leicht zu verarbeiten (sägen, schleifen, bohren), schneller Rohbaufortschritt, guter Brandschutz (A1 nichtbrennbar), gute Wärmedämmung, diffusionsoffen (Feuchtigkeit kann entweichen), kein Wärmebrückenrisiko bei homogenem Mauerwerk.

Nachteile

Geringere Druckfestigkeit als Kalksandstein oder Beton – bei tragenden Wänden Statik beachten. Schlechter Schallschutz wegen geringer Rohdichte (leicht = schlechte Schalldämmung). Für Trennwände zwischen Wohnungen ungeeignet (hier: Kalksandstein oder Beton).

Verarbeitung

Dünnbettmörtel (1–3 mm Fugendicke) statt Normalmörtel. Maßgenauigkeit des Systems hoch – kein Ausgleich möglich. Erste Lage auf Ausgleichsmörtel setzen. Stürze und Ringanker aus System-Produkten.