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LüftungKWLEnergie

Wohnraumlüftung und KWL

Kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung

Thorsten Richter – Inhaber Planungsbüro Richter Berlin, Hausbau-Experte
Thorsten Richter
Dipl.-Betriebswirt · Planungsbüro Richter, Berlin
Planungsbüro Richter plant KWL-Systeme mit vollständiger Kanalführung und Druckverlustberechnung.

Moderne, luftdichte Gebäude brauchen eine kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL). Sie sichert Luftqualität, verhindert Schimmel und spart Heizenergie durch Wärmerückgewinnung.

Normgrundlagen

DIN 1946-6 regelt Lüftungskonzept und Mindestluftwechsel für Wohngebäude. Ab einem Luftdichtheitswert n50 ≤ 3,0 h⁻¹ (Blower-Door) ist ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 Pflicht. Bei sehr dichten Gebäuden (Passivhaus n50 ≤ 0,6) ist mechanische Lüftung unverzichtbar.

KWL-Komponenten

Zentralgerät mit Wärmetauscher (Gegenstrom oder Kreuzgegenstrom, WRG-Grad ≥ 75 %), Zu- und Abluftkanäle, Ventile in Wohn-/Schlaf-/Kinderzimmer (Zuluft) und Küche/Bad/WC (Abluft), Außenluft- und Fortluftanschluss, Erdwärmetauscher (optional, Vorwärmung Außenluft).

Dimensionierung

Nennluftwechsel nach DIN 1946-6: ca. 0,3–0,5-facher stündlicher Luftwechsel des Gebäudevolumens. Konkret: 150 m² × 2,5 m × 0,4 = 150 m³/h Nennvolumenstrom. Gerät mit mind. 30 % Reserve wählen für Feuchtestufen (Bad, Kochen).

Energieeinsparung

WRG spart bis zu 90 % der Lüftungswärmeverluste. Bei EH-40-Gebäude ca. 30–40 kWh/(m²·a) Heizenergieeinsparung gegenüber Fensterlüftung. Stromverbrauch Lüftungsgerät: ca. 150–300 kWh/Jahr (spezifische elektrische Leistung SEL ≤ 0,45 Wh/m³).

Wartung

Filter G4 (Außenluft) und F7 (Zuluft) alle 3–6 Monate wechseln. Kanäle alle 5–10 Jahre reinigen. Wartungsvertrag empfohlen – vernachlässigte Anlagen können Hygieneproblem werden.