Terrasse – Planung, Bau und Recht
Von der Materialwahl bis zur Baugenehmigung
Die Terrasse ist eines der meistgewünschten Ausstattungsmerkmale im Eigenheim. Ihre Planung berührt konstruktive, bauphysikalische und rechtliche Fragen.
Genehmigungspflicht
Terrassen ohne Überdachung meist genehmigungsfrei (Abstandsflächen beachten). Überdachte Terrassen und Wintergärten regelmäßig genehmigungspflichtig. Bebauungsplan prüfen: GRZ-Anrechnung, zulässige Überbauung der Grundstücksfläche.
Konstruktionsarten
Erdberührt (EG): Betonplatte auf Frostschutz (30 cm Kies), Gefälle 2 % vom Haus, Sockelabdichtung + Dehnungsfuge am Hausanschluss. Über Keller/TG: Aufbau wie Flachdach (Abdichtung, Schutzschicht, Belag) – aufwändig, schadensträchtig. Holz-/WPC-Terrasse: Unterkonstruktion auf Stelzlager, hinterlüftet. Balkon: Auskragend mit Isokorb (thermische Trennung).
Beläge
Naturstein (Granit, Travertin), Betonstein, WPC (pflegeleicht), Naturholz (Bangkirai, Lärche). Alle Außenbeläge: Rutschhemmung mind. R11 nach BGR 181.
Kritische Detailpunkte
Türschwelle: mind. 15 cm (besser 20 cm) Höhenunterschied zum Belag. Wandanschluss mit Abdichtungsstreifen. Entwässerungsrinnen sauber geplant. Fehler hier → Feuchteschäden innen.
Barrierefreiheit (DIN 18040-2)
Schwellenlose Übergänge ≤ 2 cm. Technisch: Entwässerungsrinne direkt an der Schwelle.

