Smart Home – Planung und Systemauswahl
Systeme, Standards und Umsetzung im Neubau
Smart Home bezeichnet die Vernetzung haustechnischer Systeme zur automatisierten Steuerung von Heizung, Licht, Beschattung, Sicherheit und Energie. Durchdachte Planung in der Rohbauphase spart im Nachhinein erhebliche Kosten.
Systemarchitekturen
KNX: Europäischer Standard für professionelle Gebäudeautomation – herstellerübergreifend, verdrahtungsbasiert, sehr robust. Matter (2022): Neuer herstellerübergreifender IP-Standard (Apple, Google, Amazon kompatibel). Zigbee / Z-Wave: Funk, preiswert, aber abhängig von Cloud-Diensten. DALI: Speziell für Lichtsteuerung.
Planungsschritte
- Anforderungsanalyse: Räume, Funktionen, Nutzerprofile
- Systemwahl: Bus (KNX) oder Funk (Matter/Zigbee)
- Leerrohrplanung: Bei KNX mind. NYM-J 5×1,5 mm², zusätzlich CAT-7
- Zentrale: Hausverteiler, Technikraum dimensionieren
- Schnittstellen: Wärmepumpe, PV, Lüftung, E-Ladesäule integrieren
Leerrohre im Neubau
Pro Raum empfehlen sich mind. 2 Datendosen (CAT 7), 1 HDMI-Leerrohr und 1 freies M25-Rohr. Mehraufwand im Rohbau: ca. 2.000–5.000 € – Nachrüstung kostet ein Vielfaches.
Energiemanagement
Smart-Home-Systeme können PV-Eigenverbrauch optimieren: Wärmepumpe und Haushaltsgeräte starten bei Überschusseinspeisung. Ab 2025 Grundlage für dynamische Stromtarife (§ 14a EnWG).

