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Smart HomeKNXElektro

Smart Home – Planung und Systemauswahl

Systeme, Standards und Umsetzung im Neubau

Thorsten Richter – Inhaber Planungsbüro Richter Berlin, Hausbau-Experte
Thorsten Richter
Dipl.-Betriebswirt · Planungsbüro Richter, Berlin
Planungsbüro Richter plant Leerrohrkonzepte und Systemarchitekturen für Smart Homes – herstellerneutral und zukunftssicher.

Smart Home bezeichnet die Vernetzung haustechnischer Systeme zur automatisierten Steuerung von Heizung, Licht, Beschattung, Sicherheit und Energie. Durchdachte Planung in der Rohbauphase spart im Nachhinein erhebliche Kosten.

Systemarchitekturen

KNX: Europäischer Standard für professionelle Gebäudeautomation – herstellerübergreifend, verdrahtungsbasiert, sehr robust. Matter (2022): Neuer herstellerübergreifender IP-Standard (Apple, Google, Amazon kompatibel). Zigbee / Z-Wave: Funk, preiswert, aber abhängig von Cloud-Diensten. DALI: Speziell für Lichtsteuerung.

Planungsschritte

  1. Anforderungsanalyse: Räume, Funktionen, Nutzerprofile
  2. Systemwahl: Bus (KNX) oder Funk (Matter/Zigbee)
  3. Leerrohrplanung: Bei KNX mind. NYM-J 5×1,5 mm², zusätzlich CAT-7
  4. Zentrale: Hausverteiler, Technikraum dimensionieren
  5. Schnittstellen: Wärmepumpe, PV, Lüftung, E-Ladesäule integrieren

Leerrohre im Neubau

Pro Raum empfehlen sich mind. 2 Datendosen (CAT 7), 1 HDMI-Leerrohr und 1 freies M25-Rohr. Mehraufwand im Rohbau: ca. 2.000–5.000 € – Nachrüstung kostet ein Vielfaches.

Energiemanagement

Smart-Home-Systeme können PV-Eigenverbrauch optimieren: Wärmepumpe und Haushaltsgeräte starten bei Überschusseinspeisung. Ab 2025 Grundlage für dynamische Stromtarife (§ 14a EnWG).