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Preisentwicklung im Baubereich

Markt, Trends und was 2025/2026 zu erwarten ist

Thorsten Richter – Inhaber Planungsbüro Richter Berlin, Hausbau-Experte
Thorsten Richter
Dipl.-Betriebswirt · Planungsbüro Richter, Berlin
Planungsbüro Richter beobachtet die Baupreisentwicklung und berät zum optimalen Vergabezeitpunkt.

Rückblick 2020–2024

Corona-bedingte Lieferkettenprobleme, der Ukrainekrieg (Energiepreise, Stahlpreise) und Fachkräftemangel ließen die Baukosten 2020–2023 um ca. 40 % steigen. 2024 verlangsamte sich der Anstieg auf 2–4 % p.a. Einige Materialpreise (Holz, Stahl) fielen leicht zurück – aber nicht auf Vorkrisenniveau.

Aktuelle Lage 2025/2026

Die Baupreisinflation liegt 2025 bei ca. 2–4 % p.a. Fachkräftemangel bleibt der strukturelle Kostentreiber. Energieverteuerung im Handwerk (Transportkosten, Maschinenkosten) ist dauerhaft. Das bedeutet: Warten auf günstigere Preise ist keine valide Strategie – Kostensicherheit durch frühe Vergabe ist sinnvoller.

Strategien für Bauherren

Frühe Vergabe (Preisbindung vor Preisanstieg), Pauschalpreisverträge (kein Einheitspreisrisiko), Einkaufsgemeinschaften für Materialien, flexible Ausführungstermine (Handwerker mit freien Kapazitäten), Standards hinterfragen (was wirklich wichtig ist).