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Leerrohre

Zukunftssicherheit bei Elektro und Daten

Thorsten Richter – Inhaber Planungsbüro Richter Berlin, Hausbau-Experte
Thorsten Richter
Dipl.-Betriebswirt · Planungsbüro Richter, Berlin
Planungsbüro Richter plant Leerrohrkonzepte für zukunftssichere Nachrüstung – Smart Home, Glasfaser und PV.

Was sind Leerrohre?

Leerrohre (auch Installationsrohre oder Schutzrohre) sind leere Kunststoffrohre, die beim Bau in Wände, Decken und den Boden eingegossen oder eingezogen werden. Später können Kabel (Datenkabel, Stromkabel, Glasfaser) durch diese Rohre gezogen werden – ohne aufwendige Stemmarbeiten.

Standard-Empfehlungen

Zwischen Verteilerkasten und jedem Raum: mindestens 2 Leerrohre (je 25 mm Durchmesser). Vom Keller zur Dachspitze: Steigrohre 50 mm. Vom Hausanschluss zu Technikraum: mehrere 40-mm-Rohre. Unter der Bodenplatte: Leerrohre für PV-Kabel, Außensteckdosen, spätere E-Ladestation in der Garage.

Kosten-Nutzen

Leerrohre kosten beim Einbau 5–15 €/m. Das Nachziehen eines Kabels durch ein vorhandenes Leerrohr kostet 50–200 €. Das Stemmen einer neuen Kabeltrasse ohne Leerrohr: 500–2.000 €. Jedes eingezogene Leerrohr amortisiert sich bei der ersten Nutzung.

Smart Home vordenken

Für Smart-Home-Systeme (KNX, EnOcean, Loxone) sollten Leerrohre zu allen Schalterplätzen, Steckdosen und Gerätestandorten eingeplant werden. KNX-Bus-Leerrohre separat von Strom (elektromagnetische Verträglichkeit).