Grundstückskauf: Bewertung, Verhandlung und rechtliche Fallstricke
Bewertungskriterien
Lage (Makrolage: Stadtbezirk, Infrastruktur; Mikrolage: Hangneigung, Ausrichtung, Lärm), baurechtliche Möglichkeiten (B-Plan, GRZ, GFZ), Erschließungsstand, Bodenverhältnisse, Altlasten, Grundbuchbelastungen (Dienstbarkeiten, Hypotheken, Wegerechte) und Versorgungsleitungen auf dem Grundstück.
Wertermittlung
Bodenrichtwerte (BORIS-D) geben einen ersten Anhaltspunkt. Ein Gutachter kann den Verkehrswert nach ImmoWertV ermitteln. In Boomlagen weichen Marktpreise erheblich von Bodenrichtwerten ab, aber Bodenrichtwerte schützen vor Überzahlungen in schwächeren Lagen.
Notarielle Abwicklung
Grundstückskaufverträge bedürfen der notariellen Beurkundung (§ 311b BGB). Wichtige Vertragspunkte: Übergabezeitpunkt, Haftung für Altlasten und Mängel, Rücktrittsrecht bei Versagung der Baugenehmigung, Auflassungsvormerkung als Sicherung für den Käufer.
Grunderwerbsteuer und Nebenkosten
Berlin: 6 % GrESt, Brandenburg: 6,5 %. Notar: ca. 1 bis 1,5 % des Kaufpreises. Grundbuch: ca. 0,5 %. Makler: ggf. 3,57 % (hälftig nach aktueller Regelung). Zusammen 8 bis 12 % Nebenkosten, nicht finanzierbar über Bankdarlehen, aus Eigenkapital zu zahlen.
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