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Finanzierungsplan

Wie plant man eine solide Baufinanzierung?

Thorsten Richter – Inhaber Planungsbüro Richter Berlin, Hausbau-Experte
Thorsten Richter
Dipl.-Betriebswirt · Planungsbüro Richter, Berlin
Planungsbüro Richter erstellt belastbare Kostenaufstellungen als Grundlage für die Bankfinanzierung.

Komponenten des Finanzierungsplans

Ein vollständiger Finanzierungsplan enthält: Gesamtinvestition nach DIN 276 (alle Kostengruppen), Eigenkapital (Herkunft und Verfügbarkeit), Fördermittel (KfW, BAFA, Landesförderung), Bankdarlehen (Betrag, Zinsbindung, Tilgungsrate), Bereitstellungszinsen und Finanzierungsnebenkosten.

Abrufplan in der Bauphase

Die Bank zahlt Baudarlehen in Raten aus – nach Baufortschritt (z. B. nach Rohbau, nach Dachdeckung, nach Ausbau). Der Abrufplan muss mit dem Bauzeitenplan synchronisiert sein. Zu früher Abruf verursacht Bereitstellungszinsen (0,25–0,5 %/Monat); zu später Abruf kann zu Liquiditätsengpässen bei Handwerkerzahlungen führen.

Puffer einplanen

Mindestens 10–15 % Reserve auf die kalkulierten Baukosten sollten liquide verfügbar sein. Unvorhergesehene Kosten (Bodenfunde, Planungsänderungen, Preissteigerungen) kommen bei fast jedem Bauvorhaben vor.

Zinsbindung und Tilgung

Bei aktuell erhöhtem Zinsniveau (3,5–4,5 % p.a., Stand 2025) empfehlen viele Finanzberater lange Zinsbindungen (15–20 Jahre). Die Anfangstilgung sollte mindestens 2 % betragen, um die Restschuld am Ende der Zinsbindung überschaubar zu halten.