Finanzierungsplan
Wie plant man eine solide Baufinanzierung?
Komponenten des Finanzierungsplans
Ein vollständiger Finanzierungsplan enthält: Gesamtinvestition nach DIN 276 (alle Kostengruppen), Eigenkapital (Herkunft und Verfügbarkeit), Fördermittel (KfW, BAFA, Landesförderung), Bankdarlehen (Betrag, Zinsbindung, Tilgungsrate), Bereitstellungszinsen und Finanzierungsnebenkosten.
Abrufplan in der Bauphase
Die Bank zahlt Baudarlehen in Raten aus – nach Baufortschritt (z. B. nach Rohbau, nach Dachdeckung, nach Ausbau). Der Abrufplan muss mit dem Bauzeitenplan synchronisiert sein. Zu früher Abruf verursacht Bereitstellungszinsen (0,25–0,5 %/Monat); zu später Abruf kann zu Liquiditätsengpässen bei Handwerkerzahlungen führen.
Puffer einplanen
Mindestens 10–15 % Reserve auf die kalkulierten Baukosten sollten liquide verfügbar sein. Unvorhergesehene Kosten (Bodenfunde, Planungsänderungen, Preissteigerungen) kommen bei fast jedem Bauvorhaben vor.
Zinsbindung und Tilgung
Bei aktuell erhöhtem Zinsniveau (3,5–4,5 % p.a., Stand 2025) empfehlen viele Finanzberater lange Zinsbindungen (15–20 Jahre). Die Anfangstilgung sollte mindestens 2 % betragen, um die Restschuld am Ende der Zinsbindung überschaubar zu halten.

