Eigenkapital: Wie viel ist wirklich nötig beim Hausbau?
Faustregeln der Banken
Banken empfehlen mindestens 20 bis 30 % Eigenkapital bezogen auf die Gesamtinvestition (Grundstück + Bau + Nebenkosten). Wer weniger mitbringt, zahlt höhere Zinsen (Risikoaufschläge) oder bekommt keinen Kredit. Mit 40 % Eigenkapital erhalten Sie die besten Konditionen.
Was zählt als Eigenkapital?
Ersparnisse (Tagesgeld, Festgeld, Wertpapiere), Bausparguthaben, Lebensversicherungen (Rückkaufwert), schuldenfreie Grundstücke, Eigenleistungen (Muskelhypothek, max. 15 % des Bauwertsbewertet), Schenkungen und Erbschaften sowie KfW-Eigenmittelersatz in einigen Konstellationen.
Eigenleistungen realistisch kalkulieren
Manche Banken akzeptieren Eigenleistungen als Eigenkapitalersatz, wenn sie handwerklich dokumentiert und realistisch bewertet sind. Aber: Eigenleistungen sind nur sinnvoll für Innenausbauleistungen (Streichen, Fliesen, Gartenarbeit). Beim Rohbau und der Haustechnik sollten Sie Profis beauftragen, Fehler hier sind teuer.
Nebenkosten einplanen
Grunderwerbsteuer (Berlin: 6 %, Brandenburg: 6,5 %), Notar (ca. 1,5 %), Grundbuch (ca. 0,5 %), Makler (ggf. 3,57 % inkl. MwSt.) und Baunebenkosten müssen aus Eigenkapital bezahlt werden, Banken finanzieren diese selten. Das entspricht 10 bis 15 % des Kaufpreises, die sofort liquide sein müssen.
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