Warum dämmen?
Etwa 35 % des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf Gebäudeheizung. Eine gut gedämmte Außenhülle reduziert Transmissionswärmeverluste und senkt den Heizenergiebedarf um 50–80 % gegenüber einem ungedämmten Altbau. Gleichzeitig verbessert Dämmung den sommerlichen Wärmeschutz und den Schallschutz.
Dämmstoffe im Überblick
Mineralwolle (Glas-/Steinwolle): nicht brennbar, guter Schallschutz, kostengünstig, feuchteempfindlich
EPS (Styropor): leicht, günstig, druckfest (Perimeterdämmung)
XPS: druckfest, feuchteresistent, ideal unter Bodenplatten
Holzfaser: ökologisch, guter sommerlicher Wärmeschutz durch hohe Wärmespeicherkapazität
Zellulose: Einblasdämmung für Hohlräume, recycelt, guter Schallschutz
PUR/PIR: sehr geringe Dämmstärke bei hoher Wirkung, brennbar
GEG-Mindestanforderungen 2023
Das Gebäudeenergiegesetz schreibt U-Werte vor. Außenwände: max. 0,24 W/(m²K), Dach: 0,20 W/(m²K), Bodenplatte: 0,30 W/(m²K), Fenster: 1,3 W/(m²K). KfW-Effizienzhaus 55 erfordert deutlich bessere Werte.
Wärmebrücken – der vergessene Verlustpfad
Selbst eine perfekt gedämmte Fläche hilft wenig, wenn Wärmebrücken (Balkonplatten, Fensterlaibungen, Betonstürze) unbehandelt bleiben. Wärmebrückenfreie Konstruktionen sind Voraussetzung für Passivhaus und KfW 40.

