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RisikoBaurechtBodengutachten

Altlasten

Kontaminierte Böden erkennen und absichern

Thorsten Richter – Inhaber Planungsbüro Richter Berlin, Hausbau-Experte
Thorsten Richter
Dipl.-Betriebswirt · Planungsbüro Richter, Berlin
Planungsbüro Richter empfiehlt vor jedem Grundstückskauf ein Altlastengutachten – wir koordinieren die Prüfung.

Was sind Altlasten?

Altlasten sind Verunreinigungen des Bodens oder des Grundwassers durch frühere industrielle, gewerbliche oder militärische Nutzung. Typische Schadstoffe: Mineralöle, Schwermetalle (Blei, Arsen, Cadmium), chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Kampfmittel. Besonders betroffen: ehemalige Tankstellen, Gärtnereien, Industrieareale und Kriegsgebiete.

Wie erkenne ich Altlasten vor dem Kauf?

Erste Anlaufstelle ist das Altlastenkataster der zuständigen Behörde (in Berlin: Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz). Ein historischer Kartenvergleich (Messtischblätter ab 1900) gibt Hinweise auf frühere Nutzungen. Für Sicherheit sorgt ein Bodengutachten (Phase I: historische Recherche; Phase II: physische Beprobung) durch ein akkreditiertes Labor.

Wer haftet für Altlasten?

Nach § 4 BBodSchG haften zunächst der Verursacher, dann der Grundstückseigentümer – auch wenn er die Kontamination nicht verursacht hat. Als Käufer übernehmen Sie mit dem Grundstück also potenziell die Sanierungspflicht. Kaufvertraglich sollte eine Freistellungsklausel verhandelt oder der Kaufpreis entsprechend reduziert werden. Planungsbüro Richter empfiehlt, Altlastenklauseln immer anwaltlich prüfen zu lassen.

Sanierungskosten

Bodenaushub und fachgerechte Entsorgung kontaminierten Materials können schnell 50.000–500.000 € kosten, je nach Schadstoffart, Volumen und Tiefenlage. Grundwassersanierungen sind oft noch teurer und dauern Jahre. Eine Altlastenversicherung kann das Risiko für Bauherren begrenzen.