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Bauweise

Poroton 36,5 cm monolithisch vs. WDVS: Was ist besser für Ihr Massivhaus?

Monolithische Außenwand oder Verbundsystem? Kosten, Dämmwerte und Langlebigkeit im Vergleich.

📅 November 2025 · ⏱ 10 Min. · Thorsten Richter

Zwei Philosophien, ein Ziel

Beide Systeme erfüllen die GEG-Anforderungen. Aber die Unterschiede in Langlebigkeit, Wartung, Wohnklima und Kosten sind erheblich.

Poroton T7 oder T8 in 36,5 cm – monolithisch

U-Wert: 0,18–0,21 W/(m²K) – erfüllt EH 55, mit optimierter Planung auch EH 40.

Vorteile: Einschalig, kein zusätzliches Dämmsystem nötig. Hervorragender Feuchtigkeitshaushalt – die Wand „atmet“. Extrem langlebig (100+ Jahre). Kein Algenbefall, kein Specht, kein Wartungsaufwand an der Fassade.

Kosten: Mauerwerk ca. 15–20 % teurer als dünnere Steine + WDVS. Dafür: keine Folgekosten für Dämmsystem-Erneuerung.

WDVS – Wärmedämmverbundsystem

Prinzip: Dünnere Wand (17,5 oder 24 cm) + außen aufgeklebte Dämmplatten (EPS, Mineralwolle oder Resol) + Armierungsputz + Oberputz.

U-Wert: Beliebig niedrig erreichbar (je nach Dämmdicke).

Nachteile: Lebensdauer der Dämmung ca. 25–40 Jahre. Algenbefall möglich (biozidhaltige Anstriche nötig). Mechanisch empfindlich (Specht, Hagel). Entsorgung problematisch (Sondermüll bei EPS mit HBCD). Zweiter Sanierungszyklus programmiert.

Kostenvergleich über 50 Jahre

Die monolithische Poroton-Wand ist in der Erstellung teurer, über den Lebenszyklus aber deutlich günstiger: Kein WDVS-Austausch nach 30 Jahren (Kosten: 120–200 €/m²), kein Algenentferner, kein Fassadenanstrich alle 10 Jahre.

Planungsbüro-Empfehlung

Wir planen bevorzugt mit Poroton 36,5 cm monolithisch – weil wir Häuser bauen, die auch in 50 Jahren noch funktionieren. Ohne versteckte Folgekosten.

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